Live und in Farbe – Vanillaplan an der appli-tech

Elena Höppner
von Elena Höppner Content MarketingPubliziert am 10.02.2023

Endlich wieder Messe! Wir haben uns ausgetauscht, Vorträge gehört, Gespräche geführt mit Besuchern, mit Kunden, mit anderen Unternehmen. Wir haben Ideen gesammelt, präsentiert, Kontakte geknüpft und die aktuellsten Trends der Branche erlebt. Und ein Moment Zeit für einen Kaffee ist uns dabei auch noch geblieben. Die letzten drei Tage waren voll von inspirierenden Gesprächen und vielseitigen Eindrücken – denn nach zweimaliger coronabedingter Verschiebung sind wir jetzt endlich vor Ort an der appli-tech. Um auch einen Blick hinter die Kulissen der appli-tech werfen zu können, haben wir ein Interview mit dem Messeleiter Elio Cavazzutti und dem Chief Sales Officer von HG COMMERCIALE, Kurt Meier, geführt.

Die appli-tech in Luzern bringt zum achten Mal Fachleute aus der Maler- und Gipserbranche, Trockenbau und Dämmung zusammen. Über drei Tage hinweg konnten wir die neuesten Funktionen von Vanillaplan präsentieren. Neben interessanten Vorträgen im Fachforum, bei denen vor allem das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stand, gibt es dieses Jahr als spezielles Event den «Schweizer Preis für Putz und Farbe». Dieser wurde für Projekte von Teams aus Handwerk und Architektur ausgeschrieben und die zahlreichen eingereichten Projekte lassen sich in der Projektausstellung bewundern.

Um einen tieferen Einblick in die Organisation der appli-tech zu erlangen, haben wir den Messeleiter Elio Cavazzutti interviewt.

«Guten Tag Herr Cavazzutti, die erste Frage zunächst für eine grobe Einordnung: Wie viele Besucher*innen und Aussteller gibt es an der diesjährigen appli-tech?»

«Wir erwarten bis zum Messeschluss schätzungsweise 10'000 Besucher*innen und es sind rund hundert Aussteller präsent.»

«Wegen Corona wurde die appli-tech zweimal verschoben. Hat sich dadurch etwas am Zulauf und an der Stimmung hier verändert?»

«Ja genau, eigentlich findet die appli-tech alle drei Jahre statt und die letzte war 2018. 2021 war aufgrund der Corona-Massnahmen schon relativ schnell klar, dass sie nicht stattfinden wird. Aus diesem Grund haben wir eine digitale Alternative angeboten, bei welcher die Aussteller ihre Beiträge online präsentieren und Besucher diese anschauen und an Referaten und Webinaren teilnehmen konnten. Trotz des grossen Interesses war es von unserer Seite vornherein nur als Alternative und nicht als Ersatz gedacht. Es ist schön zu spüren, dass das Bedürfnis da ist, so etwas anzubieten. Natürlich ist es auch in digitaler Form durchführbar, aber vor Ort sind ganz andere Möglichkeiten gegeben: Man kann Produkte vergleichen, anfassen, sich etwas erklären lassen und letztendlich Vertrauen aufbauen.»

«Können Sie uns einen kurzen Einblick geben, wie eine Messeplanung abläuft?»

«Gerne. Wir haben die Messe vor ungefähr eineinhalb Jahren für die Aussteller ausgeschrieben; danach folgt erst einmal eine längere Phase der Anmeldung. Im Anschluss beginnen wir, das Hallenlayout zu zeichnen, die Stände festzulegen und alles Notwendige, wie z.B. Stromanschlüsse, zu planen. Darüber hinaus muss das Rahmenprogramm mit Projekten, Vorträgen und Referaten entwickelt werden. Hier möchten wir in erster Linie den Ausstellern – vor Dozierenden oder anderen «Externen» – die Möglichkeit zur Präsentation geben, solange Interesse besteht. Als letzten Schritt müssen wir dafür sorgen, dass genug Besucher*innen ihren Weg zu uns finden. Dazu machen wir zum einen Werbung über Social Media sowie in Branchenzeitschriften, zum anderen sind auch hier die Aussteller Dreh- und Angelpunkt.»

«Wir haben die Ausstellung der Projekte zum Preis für Putz und Farbe gesehen. Was hat es damit auf sich?»

«Der Schweizer Preis für Putz und Farbe wurde vor einem Jahr ausgeschrieben. Dazu können sich Architekten und Handwerker im Team mit einem umgesetzten Projekt anmelden, bei welchem – wie der Name schon sagt – Putz und Farbe im Vordergrund stehen. Es sind 26 Projekte eingegangen, die wir hier ausgestellt haben. Für diese gibt es eine Wahl von Fachjury und Publikum. Ich finde es ein schönes Projekt, weil es zeigt, was gerade im Trend ist und wo wir momentan stehen.»

«Vielen Dank für das Interview»

Nach diesem spannenden Einblick von der Messeseite aus haben wir ein Interview mit Kurt Meier, dem CSO von HG COMMERCIALE, geführt, um einen Eindruck aus Ausstellersicht zu bekommen. HGC sind unsere Nachbarn auf der Messe und seit 2021 sind wir Teil ihres Mitgliederprogramms.

«Guten Tag Herr Meier, nach zweimaligem Verschieben der appli-tech findet sie dieses Jahr nun endlich wieder statt. Was sind Ihre Eindrücke bis jetzt?»

«Ja, wir sind sehr froh, dass die appli-tech wieder vor Ort stattfindet und wir persönlich mit unseren Kunden und Interessenten in Kontakt kommen können. Gestern ist es noch ein bisschen ruhig gewesen, aber heute sind wir doch positiv überrascht. Auch die Qualität des Austauschs schätzen wir hier sehr, da bei einer solchen Fachmesse das entsprechende Wissen vorhanden ist, was bei Publikumsmessen oftmals fehlt.»

«Dann steht für Sie hier der Kontakt zu Ihren Kunden im Vordergrund?»

«Genau, wie ihr seht gibt es an unserem Stand weniger Produktinfos, sondern es geht darum, mit unseren Kunden zu interagieren, sich auszutauschen und einfach einmal «danke» zu sagen. Während Corona haben wir Kundenevents online durchgeführt, aber es ist einfach nicht dasselbe. Vor allem in der Baubranche ist persönlicher Kontakt so wichtig und das hat wirklich gefehlt. Darum sind wir über die appli-tech, so wie sie jetzt stattfindet, extrem glücklich.»

Wir bedanken uns bei Elio Cavazzutti und Kurt Meier für die äusserst interessanten Interviews und freuen uns auf einen letzten eindrücklichen Messetag! Wir sind bereits sehr gespannt auf die nächste Messe und hoffen auch dann wieder dabei zu sein!